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POLITIK AM MITTAG digital: Bosnische Vielfalt, bosnische Blockaden - Bosnien und Herzegowina

Dieses Angebot ist abgelaufen.

25 Jahre nach dem Völkermord von Srebrenica und dem Friedensvertrag von Dayton

Bosnien und Herzegowina hat das wahrscheinlich komplizierteste politische System der Welt: ein kaum entwirrbares Konstrukt von Zuständigkeiten und des ethnischen Proporzes, mit der Oberaufsicht durch eine uneinige internationale Gemeinschaft. Zugleich spalten ethnisch definierte Konflikte und trennende Erinnerungen an die Völkermorde in Srebrenica und anderen Orten das Land nach wie vor. Das vor 25 Jahren im Friedensabkommen von Dayton geschaffene System gefällt fast niemandem und funktioniert schlecht, aber es hat seit dem Ende des Bosnienkrieges den Frieden aufrechterhalten.

Politische Dysfunktionalitäten, ethnische Blockaden, wirtschaftliche Schwierigkeiten, weit-verbreitete Korruption, kontrollierte Medien, ein festgefahrener Prozess der EU-Integration, die Emigration zehntausender junger Menschen, der Umgang mit Geflüchteten, massive ökologische, soziale und rechtsstaatliche Defizite, das alles sieht für viele nach einem "failed state" aus. Die Corona-Pandemie verstärkt viele dieser Probleme.

Wer aber das Zusammenleben im Alltag kennt, wer durch Sarajevo, Mostar oder Banja Luka streift, wird ein anderes Bild zeichnen. Wer das Engagement in sozialen, ökologischen und politischen Bewegungen sieht, wer unabhängigen Medien und Initiativen zur Überwindung der ethnischen Trennungen folgt, wird nicht von einem "failed state" sprechen. Das größte Kapital des Landes liegt, bei allen Konflikten und Blockaden, in seiner Vielfalt, und es gibt viele Menschen, die dieses Kapital nutzen wollen.

Bosnien und Herzegowina ist ein zutiefst europäisches Land, das nicht leicht zu begreifen und zu erklären ist. Im Gespräch mit Peter Hurrelbrink wollen wir es versuchen. Er arbeitet für die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Bosnien und Herzegowina. Die FES ist seit 1996 mit einem Büro in Sarajevo und seit 1998 auch in Banja Luka vertreten und begleitet die Transitionsprozesse im Land auf vielfältige Weise.

Weitere Infos vom Anbieter

Förderungsart: Politische Bildung (HH) Förderung Kurse 2020 (Landeszentrale für politische Bildung)
Unterrichtsart: E-Learning

Zeiten, Orte

Für dieses Angebot ist momentan eine Zeit bzw. Ort bekannt:

ZeitenDauerArtPreisOrtBemerkungen
26.11.20
Do.
12:30 - 14:00 Uhr
1 Tag Nachmittags
E-Learning
kostenlos Online-Veranstaltung-Altstadt

online auf der Plattform Zoom

Anbieteradresse
Friedrich-Ebert-Stiftung e.V. - Julius-Leber-Forum
Schauenburgerstraße 49
20095 Hamburg-Altstadt
Tel: 040 / 32 58 74 - 20
Fax: 040 / 32 58 74 - 30
Kontakt: Dietmar Molthagen
www.julius-leber-forum.de
hamburg@fes.de

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